Ergebnisse und bevorstehende Veranstaltungen

 

JANUAR

06.01. der reporter Lauf Neustadt in Holstein - 10k     34:46 min - 1. Platz

12.01. Snow Run Arosa - Halbmarathon                       1:59:27 h - 4. Platz

20.01. Lümmellauf Ahrensburg - 19k                             1:10:45 h - 1. Platz

 

FEBRUAR

10.02. Barcelona Halbmarathon                  1:11:32 h - 115. Platz

 

MÄRZ

03.03. Tokyo Marathon                                   2:41:33 h - 501. Platz

24.03. Stramilano - Halbmarathon              1:13:21 h - 51. Platz 

30.03. Klippenlauf Ibbenbüren - 24,7k        1:32:47 h - 1. Platz

 

APRIL

13.04. Airport Night Run Berlin - Halbmarathon  1:13:52 h - 2. Platz

28.04. Hamburg Marathon                                          2:47:40 h - 189. Platz

 

MAI

11.05. Grand Prix von Bern - 10 Meilen       55:18 min - 34. Platz

18.05. Göteborgsvarvet - Halbmarathon      1:11:35 h - 40. Platz     

 

JUNI

09.06. 7 Türme Triathlon Lübeck, Mixed Team Relay  - 5. Platz

15.06. Liechtenstein (LGT Alpin) Marathon   3:52:21 h - 12. Platz

28.06. Buntekuhlauf Lübeck - 10k                  34:29 min - 3. Platz

30.06. Hamburg Halbmarathon                         1:17:46 h - 30. Platz

 

JULI

26.07. Mitternachtslauf Heiligenhafen - 10k       33:35 min - 1. Platz

 

AUGUST

03.08. Marathon Nacht Rostock -> Halbmarathon  1:13:47 h - 2. Platz

07.08. MoPo Team-Staffellauf Hamburg - 5x5k        1:25:45 h - 1. Platz

10.08. Abendlauf Insel Poel - 10k                                 33:51 min - 1. Platz

18.08. Sundlauf Großenbrode - 20k                              1:14:32 h - 1. Platz

31.08. Helsingborg Marathon                                        3:01:22 h - 8. Platz

 

SEPTEMBER

08.09. Great North Run - Halbmarathon                     1:12:53 h - 53. Platz

20.09. Lichterlauf Hamburg-Harburg - ca. 11,4k  -> hätte ich gerne mitgemacht, war leider erkältet...  

29.09. Berlin Marathon                                                    3:16:45 h - 5199. Platz

 

OKTOBER

13.10. Lübeck Marathon -> Halbmarathon                  1:14:48 h - 1. Platz

                                                 + Staffel (Intersport Mauritz / Rehazentrum HL)  1. Platz / 39. Platz

27.10. Dublin Marathon                                                    3:03:50 h - 817. Platz

 

NOVEMBER

16.11. Winterlauf Alten-Buseck - 10k         34:40 min - 2. Platz 

24.11. San Sebastian Halbmarathon        -> DNS, mal wieder krank ;-(

 

DEZEMBER

01.12. Valencia Marathon                              2:53:20 h - 1230. Platz

08.12. St. Pauli X-Mass-Run - ca. 5,5k            18:55 min - 3. Platz       

 

 

Eine Kurzzusammenfassung über die Saison:

Saisonbestleistungen:

Marathon               Tokyo         2:41:33 h

Halbmarathon      Barcelona  1:11:32 h

10 Km                      Heiligenhafen  33:35 min

Hinzu kommen 8 Siege bei Volksläufen.

Ich habe viel erlebt in dieser Saison, wirklich schöne Veranstaltungen kennengelernt (Snow Run Arosa, Klippenlauf Ibbenbüren, GP von Bern, Liechtenstein Marathon, Helsingborg Marathon) und gerade über die Halbmarathondistanz überzeugt (6x unter 1:14h bzw. 3:30min/Km!). Dennoch bin ich nicht ganz zufrieden: den Marathon wäre ich gerne unter 2:40h gelaufen und die 10 Km SB könnte auch schneller sein - andererseits bin ich kaum ein 10er gelaufen ;-)

Welche Berichte über das Jahr entstanden sind, könnt ihr nachfolgend lesen.

 

 

______________________________________________________________________________________

 

18.12.2019 - Die Saison ist beendet - leider ohne Erfolg über die Marathondistanz

 

Zwei Mal ging ich in diesem Jahr noch an den Marathonstart, konnte jedoch mein Jahresziel - einen Marathon unter 2:40h - nicht erreichen.

In Dublin, Ende Oktober, war das zwar nicht mein Ziel, dennoch wollte ich nach Berlin wenigstens einmal wieder den Marathon mit einem guten Gefühl bestreiten. Lange ging das auch gut, ca. 32 Km lang, doch dann wurde mir mal wieder übel. So schlimm bis ich bei Km 36 erbrach. Die letzten 6,195 Km dauerten danach eine Ewigkeit (45 min), sodass ich am Ende nicht einmal unter 3 Stunden blieb. Irgendwie steckte der Wurm drin. Trotzdem behalte ich Dublin in guter Erinnerung, denn der Marathon an sich hat mir sehr gefallen, genauso wie der anschließende Irland Urlaub.

 

Im November ging das Gesundheitschaos weiter. Nach Irland fühlte ich mich exakt eine Woche gut bis ich mich wieder schlapp fühlte. Der Testwettkampf über 10 Km im hessischen Alten-Buseck lief durchwachsen. Die Strecke war profiliert, ich kam schwer in das Rennen, konnte in der zweiten Hälfte allerdings noch beschleunigen und kämpfte mich von Platz 5 auf Platz 2 vor. Das Gefühl war jedoch nur so "okay".

Geplant war es, eine Woche später beim Halbmarathon im spanischen San Sebastian am Start zu stehen. Doch rechtzeitig zum Tag des Abflugs wurde ich krank, sodass wir die Reise nicht antraten. Ich hoffte, wenigstens beim Valencia Marathon starten zu können - meinem Lieblingsmarathon.

 

Valencia Marathon

Als ich am Donnerstag nach Valencia flog, war ich mir noch nicht sicher, ob ich starten würde. Doch schon am Freitag - wir waren auf der Marathonmesse - änderte sich dies. Ich war zwar nicht topfit, aber auch nicht mehr krank. Dennoch verwarf ich mein Ziel (unter 2:40h) und nahm mir vor, möglichst "schonend" den Marathon anzugehen. So hieß mein neues Ziel: 4 Min / Km -Schnitt.

Ich startete in diesem Jahr ohnehin einen Startblock weiter hinten, sodass ich nicht Gefahr lief, zu schnell loszulaufen. Das tat mir auch ganz gut. Ich schaute eigentlich gar nicht so sehr auf die Uhr, sondern eher nach rechts und links und versuchte den Marathon mal wirklich zu genießen. Die Zwischenzeiten (alle 5 Km) waren alle gut, der erste Halbmarathon machte richtig Spaß und ich war mir sicher zu finishen. 1:23:14 h war sogar unter 4 Min/Km... die Strecke in Valencia ist pfeilschnell.

Die zweite Hälfte begann auch gut. Natürlich wurde der Körper müde, dennoch konnte ich den angepeilten Schnitt bis Km 32 halten. Danach wurde es etwas langsamer und das Genießen etwas schwieriger, aber das Ziel war nicht mehr so weit weg und im Gegensatz zu Berlin und Dublin ging es mir gut. Ich hatte nur - wahrscheinlich aufgrund des "Krankseins" - ab Km 36 keine Kraft mehr. Jetzt wurde es zäh und auch wenn das grandiose Publikum alles gab - ich war platt. Einen richtigen Einbruch erlebte ich dieses Mal allerdings nicht. Dann kam der letzte Kilometer und das Highlight des Valencia Marathons - wie ich finde, ist es der schönste letzte Marathonkilometer der Welt ;-) Ich freute mich einfach, es geschafft zu haben - auch wenn die Zeit nachher mit 2:53:20 h über den angepeilten 4 Min/Km lag. Es war ein schönes Gefühl, zumal ich mir vorher doch so unsicher war, ob ich überhaupt starten kann. Und dass der Marathon unter diesen Bedingungen mein "schnellster" Marathon seit April wurde, machte mich doch stolz und zufrieden.

 

St. Pauli X-Mass-Run - ca. 5,5k

Eine Woche nach dem Marathon lief ich zum wiederholten Male bei diesem schönen und kurzen Weihnachtslauf in Hamburg mit und freute mich, das Millerntorstadion in diesem Jahr gleich 2x zu durchlaufen. Meinen "Titel" als schnellster Weihnachtsmann konnte ich zwar nicht verteidigen, aber ich freute mich auch über Platz 3 bei guter Konkurrenz. 

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 

 

16.10.2019 - Das Desaster von Berlin und der Glückstag von Lübeck

 

Berlin Marathon

Mein 58. Marathon wurde zu einer Premiere, die man nicht haben muss... noch nie in meinem Leben hatte ich etwas so unbekömmliches gegessen, dass es mich aus dem Schlaf riss... tja, bis zu dieser Nacht vor dem Berlin Marathon. Und dabei war es ein recht simples Nudelgericht... :-(

Ich, ja ohnehin kein Frühaufsteher, stellte den Wecker auf 06.30 Uhr (vieeel zu früh für einen Sonntag!)… aber ab 05.30 Uhr war die Nacht vorbei. Als ich erfuhr, dass es meiner Schwester und meinem Schwager ähnlich erging, war die Sache klar... und nicht mehr zu ändern. So musste ich vor dem Start das WC mindestens 3mal zu häufig aufsuchen... und hoffte trotzdem beim Lauf gut durchzukommen. Pünktlich um 09.15 Uhr ging es auf die Strecke und es lief zunächst ganz gut, doch schon bei der Wasseraufnahme bei Km 10 (37:02 min) rumorte der Darm. Der erste unvermeidliche Dixistop ließ nicht lange auf sich warten, mein Rennen war damit eigentlich schon gelaufen. Und trotzdem versuchte ich positiv zu bleiben, spekulierte noch auf eine schnellere zweite Hälfte und eine Zeit von 2:45h. Den Halbmarathon passierte ich - trotz Unterbrechung - in 1:25:00. Das Problem war nur, dass ich kein Wasser aufnehmen konnte, nur der süße Tee war zu vertragen... kein Iso, Gel oder Essbares... so langsam gingen auch die Nährstoffe aus, die ein Körper für so eine Distanz benötigt. Und dann kam noch eine Dixipause bei Km 27,5 hinzu... nun war das Rennen endgültig zu Ende. Der Körper war mit wichtigeren Dingen beschäftigt als mich zu einer Topleistung zu führen... letztendlich nahm er mir die Kraft zum Laufen. Ich überlegte auf den folgenden Kilometern mehrmals auszusteigen und in Bremen oder Lübeck den Marathon zu laufen... hier machte es keinen Sinn mehr. Gehpausen waren unvermeidlich, die Motivation im Keller. Irgendwie brachte ich die Kilometer trotzdem hinter mich. Aussteigen war letztendlich keine Option. Kurz vor Km 39 wechselte ich die Straßenseite und ging ein paar Meter wieder zurück - mein Vater stand da als Zuschauer... und ich wollte ihn mein Leid klagen. Mir war die Zielzeit schon längst schnuppe, genauso wie der Regen, der vor einigen Kilometern einsetzte und teilweise heftigst war.

Ich stand also ein paar Minuten im Dauerregen bei meinem Vater und meiner Stiefmutter und "heulte" mich aus...  und erntete elterliche Fürsorge: ich bekam Cola und ein Stückchen Bitterschokolade. Damit kam ich laufend bis ins Ziel... es war, glaube ich, der schlimmste Zieleinlauf, den ich bei einem Marathon hatte. Ich war so enttäuscht, traurig, körperlich am Ende und pitschnass. Dieser Berlin Marathon war einfach nur zum Vergessen. 3:16:45 verdeutlichen dies eindrucksvoll.

 

Lübeck Halbmarathon 

Zwei Wochen nach Berlin wollte ich es allen zeigen, v.a. mir, dass ich es doch drauf habe - ich kann noch halbwegs gut laufen! Es sollte der Frustlauf werden - "all in". Ich war für alles bereit. Und wenn ich beim Halbmarathon eingehe, weil ich zu schnell anlaufe - egal. "All in" eben.

So musste ich zu Beginn des Halbmarathons tatsächlich volles Rohr laufen - Claudius Michalak, Teamkollege aus dem Intersport Mauritz Race Team, war ebenfalls am Start und legte los wie die Feuerwehr. Ich blieb neben ihm... bis kurz nach Km 4. Da stieg Claudius aus, es ging ihm an dem Tag wohl nicht so gut. Das fand ich in dem Moment voll blöd, freute ich mich doch auf ein richtiges Rennen. Zu ändern war dies aber nicht und ich war nun alleine in Front. Die ersten 5 Km in 16:44 Min waren richtig flott, dass ich dieses Tempo über den Halbmarathon nicht gehalten hätte, war mir auch klar - aber "all in". Allerdings musste ich jetzt das Gaspedal gar nicht mehr weiter voll durchdrücken, sodass ich die Steigung des Herrentunnels schon fast genossen habe. Nach 10 Km hatte ich sehr gute 34:28 Min auf der Uhr und an der Wendemarke in Kücknitz (10,55 Km) konnte ich meinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten messen - der betrug nun schon über 2 Minuten. Bedeutete für mich, dass ich nicht mehr "all in" gehen musste... doch bis zum Herrentunnel wollte ich noch durchziehen. Erst nach der Steigung reduzierte ich das Tempo, welches für eine Zeit um die 1:13h gereicht hätte (Km 15: 52:03 Min). Ich hatte an diesem Tag ja noch etwas vor: zwei Staffeleinsätze sollten im Anschluss folgen. So waren die letzten 6 Kilometer eher ein Tempodauerlauf mit der Aussicht auf den Heimsieg. Ich habe das sehr genossen. Die letzten Meter des Halbmarathons legte ich rückwärts zurück und zeigte auf meinen Rücken, dort stand in großen Lettern: DANKE, PETER!

Peter Mauritz, der mich seit Beginn meiner "Karriere" unterstützt und gesponsert hat, wird zum Jahresende seinen Intersportshop schließen und damit endet auch das Sponsoring. Peter hat viel für mich und das Intersport Mauritz Race Team geleistet und dafür wollte sich das ganze Team bei ihm bedanken, sodass wir u.a. extra diese Shirts anfertigen ließen.

Dementsprechend ging ich im Anschluss an meinen Halbmarathon noch für das Intersport Mauritz Race Team an den Staffelstart bzw. führte ich dieses Team als Schlussläufer ins Ziel. Auch hier errangen wir den Titel, sodass Peter Mauritz auch medial einen würdigen Abschied erhielt.

Zum Auslaufen nutzte ich noch die Staffel mit meinen Arbeitskollegen, die allesamt über sich hinausgewachsen sind und wirklich gute Leistungen erzielten, obwohl die meisten das Laufen nicht unbedingt lieben ;-)

Für mich bleibt ein toller (und erfolgreicher) Tag mit vielen tollen Menschen in Erinnerung - ein Glückstag :-)

 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

19.09.2019 - nur noch 10 Tage bis Berlin... und Berichte über die letzten Läufe

 

Berlin Marathon

In 10 Tagen laufe ich zum dritten Mal in Berlin und ich freue mich sehr darauf! Ambitioniert wie bei meiner Premiere 2010 werde ich nicht herangehen (2.30h), eher wie bei meinem letzten Auftritt 2016 (2.39h) eine Zeit um die 2.40h anpeilen. Time-to-beat sind die 2:41:33h aus Tokyo ;-)

 

Die Vorbereitung...

...bestand aus mehreren Wettbewerben und kleineren Wehwehchen. Zunächst startete der August mit Kniebeschwerden, die mich an 2017 erinnerten. Eine etwas kürzere Pause und das Wechseln der Schuhmarke brachten Linderung und so konnte ich die letzten Wochen auch wieder mehr laufen. 

Vor der Pause absolvierte ich noch zwei Läufe (Rostock HM und Poeler Abendlauf), die am Abend stattfanden und mir perfekte Bedingungen lieferten. Als Zweit- und Erstplatzierter schnitt ich auch gut ab - und bei beiden Läufen hatte ich gute Konkurrenz. V.a. Rostock hat mir sehr gefallen. Lange Zeit führten wir zu dritt das Feld an, nach 13 Km dann zu zweit und es kam zu einem spannenden Rennen bis ich nach etwas mehr 19 Km nicht mehr gegenhalten konnte. Das hat viel Spaß gemacht und meine Zeit war mit knapp unter 1:14h auf dieser Strecke eine gute.

Nach der "Verletzungspause" bestritt ich den ersten Lauf beim Sundlauf in Großenbrode. Ein kleiner Lauf, der deutlich mehr Teilnehmer verdient hätte. Der Start/Zielbereich auf der Promenade, direkt am Strand, lud dazu ein hinterher in die (kalte) Ostsee zu springen und der Lauf war auch gut organisiert. Die Strecke (20 Km) hatte einiges zu bieten (Promenade, Seebrücke, Feld und Flur, Fehmarnsundbrücke etc.) - ich fand es sehr heimelig und schön.

Helsingborg Marathon

Spontan zu einem Marathon anmelden? Eigentlich nicht mein Ding. Einen Marathon spontan laufen? Schon eher. Die Kombi daraus war auch für mich eine Premiere ;-) Und wie die Jungfrau zum Kinde kam ich zu einem Start beim Helsingborg Marathon in Schweden. Wir hatten noch ein paar Tage frei für ein langes Wochenende, das wir Ende August nutzen wollten um zu verreisen. Bis zum Dienstag wussten wir nicht so recht wohin, bis die Idee reifte eine Road-/Fähre-/Städtetrip nach Malmö und Kopenhagen zu machen. Nachdem Unterkünfte, Fähren etc. gebucht waren, wollte ich nur mal schauen, ob man dort oder in der Nähe an einem Wettbewerb teilnehmen könnte... und siehe da, es gab den Helsingborg Marathon. Dass man sich sogar noch anmelden konnte, überraschte mich - der Lauf sollte am Samstag stattfinden. Und auf einmal war ich für einen Marathon vier Tage später angemeldet. Natürlich war es jetzt nicht das Saisonziel hier schnell zu laufen, sondern lediglich einen langen Lauf für Berlin zu absolvieren und das war meine Zielsetzung für diesen Marathon. Dass am Morgen des Starts schon 22 Grad herrschten und rasch auf 26 Grad anstiegen, machte dieses Unterfangen jedoch nicht leichter.

Die ersten Kilometer waren auch nicht wirklich schön - an einer Bundesstraße entlang ohne großartige Aussicht... doch es wurde besser. Bei Km 7 erreichte man Raa, ein kleiner, feiner Ort mit einem bezaubernden, kleinen Hafen. Nun ging es vom Wasser weg und der erste erwähnenswerte Anstieg begann. Der Helsingborg Marathon war nämlich alles andere als flach. Oben angekommen, wechselte das Terrain (Straße, Trail) sowie das Profil (flach, hoch/herunter) kontinuierlich. Km 10 erreichte ich nach (geplanten) 45:09 Min. Die kleinen Ortschaften und Helsingborger Ortsteile, die man durchlief, boten immer wieder Abwechslung, weil hier auch mal paar Zuschauer am Rand standen. Ansonsten hatte der Marathon auch eher etwas von einem Landschaftslauf. Es war ein wirklich guter Mix bei wirklich sehr sehr gutem Wetter (natürlich war es zu warm... aber lieber so als in Hamburg oder Tokio). Die nächsten 10 Km liefen auch wie geplant (sogar 20 sek schneller): 41:40 Min... und den Halbmarathon passierte ich nach 1:31:17h. So wie es lief, glaubte ich fest daran unter 3h zu bleiben... ohne einen großartigen Aufwand zu betreiben. Die Strecke war jetzt zum Teil aberwitzig. Von Km 20 bis 21,5 lief man (ich war wieder in Helsingborg) über das Gut Fredriksdal - verwinkelte Wege, Singletrails zwischen Sträuchern und Bäumen, schattenlose Sandwege... dieser Marathon bot wirklich Abwechslung. Die nächsten zwei Schlaufen durch Helsingborg waren allerdings nicht so schön, dann ging es aber wieder heraus aus Helsingborg und es wurde besser. Hier überholte ich die führende Frau. Km 30 erreichte ich nach 2:07h - 10 Km in 40:25 Min. So war es geplant. Nun wollte ich den 4:00 Min/Km Schnitt eigentlich "nur noch" halten... doch die Hitze ging auch an mir nicht spurlos vorbei. Zudem merkte ich, dass ich längere Zeit mehr keinen langen Trainingslauf gemacht habe, also reduzierte ich das Tempo etwas... ich wollte mich ja auch nicht völlig platt laufen. Ich überholte trotzdem weitere Läufer und genoss die schönen Streckenabschnitte. Das Profil immer noch wellig, das Terrain weiterhin abwechslungsreich (Waldwege, Straße) und bei Km 38 ging es erst durch den Schlosspark und dann am Schloss Sofiero vorbei. Es war herrlich. Und trotzdem hätten die letzten 4,5 Km nicht mehr sein müssen... irgendwie war ich jetzt doch platt. Das Streckenprofil meinte es aber gut mit mir, denn die letzten 4 Km ging es entweder bergab oder es war flach. 3195m vor dem Ziel fingen die Wegmarkierungen an herunterzuzählen - alle 100m war eine. Offensichtlich wird das auch zu Trainingszwecken genutzt (als Promenadenlauf ausgewiesen). Ich fand das gar nicht schlecht. Zudem sah ich schon das Zielgebiet und die Ostsee, die lange Promenade, Dänemark (Helsingör liegt direkt gegenüber von Helsingborg) und es war so schön... und so heiß. Km 40 erreichte ich nach 2:50:52h (letzte 10km in 43:40 Min)… doch ich schaffte es nicht mehr unter 3h ins Ziel. Es war ein anstrengender Trainingslauf, ich war schon platt und wollte eine Woche später ja einen schnellen Halbmarathon laufen... alles Gründe, warum ich nicht annähernd versuchte noch unter 3h zu bleiben. Deshalb war ich am Ende auch mit der Zielzeit von 3:01.22h hoch zufrieden. Und das Beste kam erst noch: ein abkühlendes Bad in der Ostsee, direkt am Ziel! Der Helsingborg Marathon war ein spontaner Glücksgriff!!! ...und ein toll organisiertes Event, dass ich nur weiterempfehlen kann.

Übrigens wurde ich aufgrund der Witterungsbedingungen sogar 8. von 660 Finishern :-)

 

Great North Run - Newcastle-upon-Tyne, England 

Dieser Lauf ist schnell erzählt, obwohl ich mich so gefreut hatte. Und dann das: öde Stadt, mittelmäßig bis schlecht organisiertes Großevent mit am Ende 42.500 Finishern, langweilige Strecke und nette Ziellocation mit schlechter Verkehrsanbindung. Begeisterung klingt anders und jeder der einen, der gößten Halbmarathons der Welt laufen möchte, kann ich nur Göteborg empfehlen. Göteborg ist Newcastle meilenweit voraus - in allen Belangen.

Zum Sportlichen: Das war hingegen erfreulich. 8 Tage nach dem Marathon bin ich 1:12:53h gelaufen, meine drittschnellste Halbmarathonzeit des Jahres.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

31.07.2019 - Lauferlebnisse im Juni/Juli

 

Juni

Das Highlight im Juni war der Liechtenstein Marathon. Ein wirklich schöner Bergmarathon, der alles beinhaltete, was ich mag. Die Strecke führte zunächst entlang des Rheins, kurz durch Vaduz und von da an steil bergauf, unter anderem auch durch ein Wäldchen. Nach 20 Km wurde es wieder flacher, bevor es in den Schlussauf- und abstieg ging. 5 Km vor dem Ziel war das Ziel in Malbun schon nah, doch die Strecke führte nochmal kurz auf und ab - und wieder weg von Malbun... nach 3:52h erreichte ich dort das Ziel und war sehr glücklich mit Platz 12 und einer Zeit von unter 4 Stunden bei einem Marathon mit mehr als 1800 Höhenmetern.

 

Wettertechnisch den Vogel abgeschossen hat mal wieder Hamburg - ein Halbmarathon bei 35 Grad im Schatten... (im April der nasskalte Marathon und nun das). Trotz der Bedingungen lief ich 1:17h - damit bin ich tatsächlich sehr zufrieden. Es war so drückend heiß, dass ich damit unter die Top30 lief... was ich unter normalen Bedingungen nicht geschafft hätte.

 

Juli

Nur einen Wettkampf bestritt ich in diesem Monat: MEINEN Wettkampf. Der Mitternachtslauf in Heiligenhafen ist seit jeher einer meiner Lieblingsläufe... und ich hatte ihn schon 11x gewonnen. Der Start um 23 Uhr bringt ein besonderes Laufambiente mit sich, welches man in dieser Form selten hat. Wenn man dann bei Km 6 an das Meer kommt (Promenade) und die See hört, ist es um einen geschehen, der Lauf ist einfach sooo schön. Und wenn man dann einen vergleichbar "ruhigen" Abend hat, so wie ich in diesem Jahr, ist es natürlich umso schöner: ich gewann dieses Rennen zum 12. Mal! 

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

22.05.2019 - Grand Prix von Bern / Göteborgsvarvet

 

Dass die Form gut ist, hat man ja trotzdem in Hamburg gesehen (bis Km 27), nun habe ich diese Form über die regenerative Phase nach dem Marathon gut konservieren können. Die Ergebnisse in Bern und Göteborg waren besser als erwartet.

 

GP von Bern

Hier war ich zum ersten Mal am Start... wiederholenswert ist der Lauf alle mal. Die Stadt hat mir sehr gefallen inmitten sanfter Hügel von der Aare durchzogen... und auch der Lauf war - wie die Schweizer Läufe allgemein - bestens organisiert. Hinzu kam ein Stadtparcours mit zahlreichen Zuschauern an der Strecke und ein gut besetztes Feld. Kein geringerer als Geoffrey Kamworor siegte, einer der schnellsten Schweizer, Tadesse Abraham, war auch dabei und Skilanglauf-Olympiasieger Dario Cologna kam 5 Sekunden vor mir ins Ziel. Ich war mit meiner Leistung (3:27min/km) über die welligen, "schönsten 10 Meilen der Welt" (Schweizerische Bescheidenheit :-D) sehr zufrieden.

 

Göteborgsvarvet

Alle Jahre wieder zieht es mich im Mai nach Göteborg... nun war ich zum bereits 9. Mal da. Mein Ziel war eine Verbesserung der Zeit aus dem letzten Jahr (1:13:36), was mir am Ende gelang und zwar viel deutlicher als erhofft. Es wurde meine drittbeste Göteborgzeit und die schnellste seit 2012! Es war für mich ein sehr gleichmäßiges Rennen - trotz unterschiedlichem Streckenprofil. Meine 5 Km Splits:

17:03 / 17:01 / 17:04 / 16:47... ja, als ich sah, ich könnte sogar unter 1:12h bleiben, taten selbst die kleinen, fiesen Anstiege auf dem Rückweg zum Stadion nicht mehr soo weh und ich konnte an Tempo zulegen. Überglücklich kam ich ins Ziel und war mir gar nicht bewusst, dass ich meine Saisonbestzeit nur um drei Sekunden verpasst hatte... was wäre wohl auf einer flachen Strecke an diesem Tag möglich gewesen? ;-) Müßig darüber zu spekulieren, ist auch nicht mein Fall... ich freue mich über diese genial-gute Zeit und auf meinen 10. Göteborg Halbmarathon 2020!  

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

08.05.2019 - Hamburg Marathon - vergleichbar mit den Leistungen des HSV

 

Nee, das war mal nix. Wie schon in Tokyo, war der Wettergott nicht auf meiner Seite. Der zweite Regenmarathon in Folge... und zum zweiten Mal nicht mehr als 10 Grad... ich mag doch einfach nur mal einen Marathon bei normalen Bedingungen laufen, sie müssen ja nicht für mich perfekt sein, aber besser als in Hamburg und Tokyo.

Anders als in Tokyo hatte ich Ambitionen für den Hamburg Marathon, ich durfte ja sogar noch einmal als Eliteathlet an den Start gehen - ein großer Dank an die Orga. Eine Zeit um die 2:35h ist zwar nicht wirklich elitewürdig, war aber eine realistische Zielvorstellung meinerseits. Der Vorbereitungshalbmarathon in Berlin lief auch super gut mit seinen 1:13:52h und der Vorbelastung von 25 Km zwei Tage zuvor.

Nun stand ich also in Hamburg und versuchte, das schlechte Wetter wegzudenken. Die Vorfreude siegte auch und los ging's. Die erste Hälfte fühlte ich mich blendend und absolvierte diese in 1:14:35h. Bis Km 27 lief es rund, dann wurde es schwerer und ich verlor Anschluss an meine Gruppe. Trotzdem war die Zwischenzeit bei Km 30 (1:47:33h) für meine Zielsetzung noch richtig gut. Doch ich merkte langsam meine hinteren Oberschenkelmuskeln, die dauerhaft von der, an der Haut klebenden, Hose "gekühlt" wurden. Nun fiel ich in ein Tief, aus dem ich nicht mehr herauskam. Es gipfelte zunächst in kleinen Krämpfen in den Oberschenkeln. Dann nahm mich Sebastian Hallmann, der Tempomacher der zweiten Frauengruppe, auf seinem trabenden Rückweg zum Zielgelände mit und unterhielt mich. Vielen Dank nochmal! So ging es bis Km 37 zwar locker, aber langsam weiter. Dann traf Sebastian auf Freunde am Streckenrand und ich musste die letzten 5 Kilometer alleine absolvieren. Ich versuchte noch einmal etwas schneller zu werden, doch meine krampfenden Oberschenkel verhinderten dies. So trabte ich vor mich hin und bekam trotzdem bei Km 41 nochmal einen Krampf, der mich zum Stehenbleiben zwang. Nach paar Sekunden "andehnen" ging es auf den letzten Kilometer, schulterzuckend an Freundin und Vater vorbei, Richtung Ziel. Auf der Zielgeraden bekam ich fast noch einen Krampf... es war am Ende ein gebrauchter Tag. Mit 2:47:40 bin ich definitiv nicht zufrieden gewesen.

Es war also wie beim HSV: große Ambitionen, halbwegs gute Ausgangsposition nach 2/3 der "Saison" (Strecke) und am Ende alles "verspielt"... aber so wie der HSV eine weitere Zweitligasaison angehen wird, werde ich auch den nächsten Marathon angehen :-D

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

02.04.2019 - die letzten Ergebnisse und die neuesten Erlebnisse ;-)

 

50-Tage-Streak

Mein "Neujahrsvorsatz" habe ich in die Tat umgesetzt und bin bis einschl. zum 25.02.2019 jeden Tag mindestens 5 Km gelaufen. Das Endergebnis war ein 61-Tage-Streak :-) Das regelmäßige Laufen tat mir richtig gut.

 

Barcelona Halbmarathon

In Vorbereitung auf den Tokyo Marathon wollte ich in Barcelona sehen, was die Form über die halbe Distanz macht. Und die "Generalprobe" lief bei besten Witterungsbedingungen perfekt. Im Vorwege hatte ich mit einer Zeit von unter 1:12h geliebäugelt, weil ich meine Form so einschätzte. Am Ende war ich nicht nur über das Ergebnis (1:11:32h), sondern auch über meine Einschätzung und Form happy! Es lief an dem Tag echt super... und konstant. So wurde es meine schnellste Halbmarathonzeit der letzten 11 Monate.

 

Tokyo Marathon

Tja, da stand ich. Pitschnass im Regen. Leicht frierend. Leicht niedergeschmettert. Und dabei war ich noch nicht mal gestartet! Der Morgen begann mit Regen und 5°C. Um es vorwegzunehmen: das Wetter wurde nicht besser, im offiziellen Bericht steht, dass es zwischen 4,7°C und 6,7°C kalt war. Und aufgehört zu regnen hat es den ganzen Tag nicht....

Und das bei einem der größten Marathons. Der Horror. Zum Glück und im Vergleich zu den amerikanischen World Marathon Majors musste man nicht stundenlang im Startbereich ausharren... aber die 30 Minuten im Startblock waren alles andere als angenehm. Ich war froh ohne große Erwartungshaltung angereist zu sein, weil dieses Wetter überhaupt nicht meins ist. Unter 3 Stunden war die Zielsetzung, also konnte ich es locker angehen. Und das tat ich zunächst auch und lief mich auf den ersten Kilometern des Rennens erstmal halbwegs "warm". Nur die Beine wollten nicht so richtig auf Betriebstemperatur kommen. Ich musste es so hinnehmen und lief ein angenehmes Tempo. Die Halbmarathonmarke passierte ich nach 1:20:30h... und ich fühlte mich blendend. Das blieb eigentlich auch so, noch bei Km 33/34/35 dachte ich, ich könne es unter 2:40h schaffen. Doch dann kam die letzte Wende und die letzten 6 Km ging es gegen leichten Wind zurück in Richtung Ziel. Der Wind kühlte die Muskeln noch weiter ab, sodass ich trotz wirklich guter Verfassung nicht mehr schneller wurde. Nach 2:41:33h war es vorbei und das große Frieren begann. Es waren wirklich keine guten Witterungsbedingungen :-( Trotz des Wetters überwog allerdings die Freude über das Erreichte. Endlich wieder ein konstant zu Ende gelaufener Marathon, eine gute 2:41h und 23 Min schneller als 2016.

 

Stramilano (Mailand Halbmarathon)

Drei Wochen nach Tokyo wurde ich mit sehr gutem Wetter belohnt: 20 Grad, Sonne. Das liegt mir und so habe ich das Rennen auch mit einer guten 1:13:21h beendet - und das, obwohl ich noch gar nicht wieder richtig trainiert hatte. Deshalb strahlte ich mit der Sonne um die Wette ;-)

 

Ibbenbürener Klippenlauf

6 Tage nach Mailand kam der nächste "Härtetest", der Klippenlauf. Neun steile Anstiege des Teutoburger Waldes auf und ab zu bewältigen, das war das Ziel. Streckenlänge: 24,7 Km. Ich ging verhalten an und fing mit der ersten "Klippe" an, die vor mir laufenden einzusammeln. Eigentlich hatte ich mir gar nichts ausgerechnet, doch als ich nach knapp 12 Kilometern in Führung ging, wollte ich diese auch behalten. Am Ende schrammte ich knapp am Streckenrekord vorbei - 5 Sekunden fehlten - und gewann in einer für das Profil doch ganz guten Zeit von 1:32:47h.